Neuro Athletik Training

Der Ausdruck bezeichnet die Weiterentwicklung des biomechanisch gesteuerten und definierten Athletiktrainings durch Komponenten der Bewegungssteuerung durch das Nervensystem. Anfang der 2000er-Jahre begann der US-amerikanische Athletiktrainer Eric Cobb ein auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Ausbildungssystem für Trainer und Therapeuten zu entwickeln. Ziel seines Z-Health Performance Education System war die Integration der bewegungssteuernden Systeme in das klassische Athletiktraining, das bis dato rein biomechanisch gesteuert und gestaltet wurde.

Für die Verbreitung dieses Konzeptes in Europa ist maßgeblich Lars Lienhard verantwortlich.

Das Training des visuellen Systems hat hierbei seinen festen Platz im sportlichen Training, wobei Fähigkeiten und Fertigkeiten des visuellen Systems wie Blickwechselsprünge, Vergenz und Konvergenz, Akkommodation und visuelles Verfolgen von Objekten geschult werden. Diese Fähigkeiten sind tatsächlich oft entscheidend für den Erfolg, da dies ja auch die realen und meist spielentscheidenden Anforderungen im sportlichen Kontext an das visuelle System sind

Von ebenso großer Wichtigkeit ist die periphere Wahrnehmung. Unser Gehirn möchte immer eine gute Vorhersehbarkeit über die aktuelle Situation haben, um beispielsweise eine Entscheidung über volle/nur eingeschränkte Kraft oder Geschwindigkeit zu treffen. Und genau hier kommt der peripheren Wahrnehmung eine sehr große Bedeutung zu.

Also wie gut sehe ich die Dinge, auf die ich nicht schaue, ist absolut essentiell für das Gehirn, um sich sicher zu fühlen.